Logo der Universität Hamburg Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie 
  UHH  ›  FB Kulturgeschichte und Kulturkunde  ›  Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie   Suche  


Bachelor of Arts (BA) Volkskunde/Kulturanthropologie


Mit dem Wintersemester 2007/08 wurde am Institut für Volkskunde ein Bachelor of Art (BA) Volkskunde / Kulturanthropologie eingeführt. Der BA Volkskunde/Kulturanthropologie kann als Haupt- und Nebenfach studiert werden.

Hier finden Sie die aktuell gültige Studienordnung als pdf-Datei.


Volkskunde/Kulturanthropologie in Hamburg
Als eine empirische Kulturwissenschaft ist die Volkskunde/Kulturanthropologie auf die Analyse alltagskultureller Phänomene und Praxen in ihren historischen und sozialen Dimensionen ausgerichtet. Sie zielt darauf, gegenwärtige Gesellschaften in ihrer historischen Gewordenheit zu analysieren und richtet dabei ihren Blick auf kulturelle Prozesse und alltägliche Lebensvollzüge.
Im Zentrum steht somit der Begriff der Kultur, verstanden als die stetige Aushandlung derjenigen Regelwerke, die den Umgang von Individuen und sozialen Gruppen miteinander organisieren. Gefragt wird nach der kulturellen Logik von Vorstellungen und Deutungen, Praxen und Lebensentwürfen. Die Analyse des Alltags soll dabei insbesondere zum Verständnis sozialer und kultureller Differenzierungen und Hierarchisierungen im Kontext übergreifender Wandelprozesse beitragen.

Themenfelder des Hamburger Instituts für Volkskunde/Kulturanthropologie
Neben einführenden Pflichtveranstaltungen haben Studierende in Hamburg die Wahlmöglichkeit zwischen drei unterschiedlichen Themenfeldern:

Stadt und Urbanität
Stadt und Urbanität gehören zu den zentralen Forschungsfeldern der Volkskunde/ Kulturanthropologie. Dabei richtet sich die Perspektive auf das Leben in der Stadt, auf Lebensstile, Symbole und Praxen, die im urbanen Raum historisch wie gegenwärtig hervorgebracht wurden bzw. werden. Untersucht werden – historische wie gegenwärtige – Formationsprozesse urbaner Lebensrealitäten und Alltagskultur(en) in städtischen Räumen und dabei wird insbesondere nach sozialen, ethnischen, geschlechtlichen usw. Differenzierungsprozessen gefragt.
Auch die Stadt selbst und die Spezifik des Urbanen werden zum Gegenstand, Städte werden als symbolische Landschaften betrachtet, in denen sich gesellschaftliche, soziale und kulturelle Vorstellungen und Wertmuster verräumlichen. Schließlich interessieren Bilder (von) Stadt und Urbanität. Es werden symbolische Codierungen sowie jene alltagskulturellen Ordnungssysteme und diskursiven Formationen in den Blick genommen, die Stadt und Urbanität hervorbringen und strukturieren.

Technizität und Medialität
Technik und Medien sind feste Bestandteile des Alltags, seiner Wissens-, Handlungs-, Ordnungs- und Orientierungssysteme. Die Frage danach, wie und mit welchen Konsequenzen Technik und Medien auf soziokulturelles Handeln, auf Wahrnehmungsweisen, Vorstellungs- und Wertehorizonte Einfluss genommen, sie verändert haben und dies nach wie vor tun, verlangt nach einer doppelten Perspektive.
Einerseits geht es um den Umgang von Menschen mit technischen Artefakten und mit Medien, andererseits immer auch um deren „Sitz im Leben“. Ziel dieser Vorgehensweise ist die Analyse der offenen oder verdeckten, bewussten oder oft unbemerkten Durchdringung der Lebensgestaltung durch Medien und Technik in Geschichte und Gegenwart.

Materielle Kultur
Die Erforschung materieller Kultur gehört historisch wie gegenwärtig zu den Kernbereichen und Kernkompetenzen der Volkskunde/Kulturanthropologie. Untersucht werden Artefakte im Hinblick auf Aspekte der Stofflichkeit und Formgebung – einschließlich (sich ändernder) Materialwertigkeiten –, auf Aspekte des Gebrauchs sowie auf kulturelle und soziale Bedeutungsdimensionen.
Im Mittelpunkt des analytischen Interesses steht dabei mikro- wie makroperspektivisch das Verhältnis von Menschen zu und ihr Umgang mit den Dingen: Wie waren und sind Erscheinungsformen materieller Kultur in Alltagspraxen eingebunden, wie bestimmen sie deren Gestaltung im jeweiligen räumlichen und sozialen Umfeld mit, wie bilden sich andersherum Lebensentwürfe, Wertvorstellungen und Bedürfnisse in der Welt der Gegenstände ab und wie werden Handlungs(spiel)räume durch Dinge hervorgebracht? Gefragt wird, auch unter kulturvergleichendem Blickwinkel, nach dem Symbolcharakter der Dinge, nach ihrer Rolle bei der Stabilisierung und Dynamisierung sozialer und kultureller Ordnungen.

Informationen zum Studiengang
Im zweigliedrigen Bachelor-/Master-Studiensystem wird in einem dreijährigen berufsqualifizierenden Studiengang der „Bachelor of Arts“ als Regelabschluss des Hochschulstudiums erworben. Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester.
Das Fach ist zulassungsbeschränkt und kann wahlweise als Hauptfach oder als Nebenfach studiert werden. Die Zulassung ist nur zum Wintersemester möglich. Ein erfolgreicher und qualifizierter Abschluss des BA-Studiengangs ist die Voraussetzung für die Aufnahme eines konsekutiven Master-Studiums.

Ansprechpartnerin
für Fragen zum Studiengang und –verlauf, zu den Modulen, für Modulbescheinigungen und für Unterschriften im Studiennachweisheft ist Inga Klein, Raum 211, inga.klein@uni-hamburg.de

Übersicht über die Module und Leistungspunkte


 


  Impressum Letzte Änderung: 14 Jul 11 webmaster Seitenanfang