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| UHH FB Kulturgeschichte und Kulturkunde Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie | Suche |
(vokus. volkskundlich-kulturwissenschaftliche schriften. heft 2, 2002. herausgeber: hamburger gesellschaft für volkskunde c/o institut für volkskunde)
ErstsemesterberichtKristian Flohr
»Alltagskulturforschung», »St.Pauli-Seminar», »Mixtapes», »Feldforschung» sehr viel mehr wusste ich dann doch nicht über die »Volkskunde», musste ich feststellen, wenn ich Freunden, Verwandten und Bekannten erklären sollte, was sich hinter dem etwas angestaubt klingendem Namen meines zukünftigen Studienfachs verbirgt.
Eine gute Freundin von mir studierte schon seit zwei Semestern Volkskunde und hatte mit ihrer Begeisterung mein Interesse für dieses Studienfach geweckt. Also wieso nicht? Auf irgendeinen Massenstudiengang hatte ich keine Lust und meinem zugegebenermaßen nicht ganz so glänzenden Abitur kam der NC auch entgegen.
Das Semester begann mit der »OE«, der Orientierungseinheit für die Erstsemester, im Institut für Volkskunde (auch bekannt als IfVk). Dabei standen Vorstellung der Lehrenden, Führungen durch die Bibliotheken und andere für die nächsten Jahre wichtigen Institutionen der Uni sowie natürlich das Eingewöhnen in das Institut selbst auf dem Programm.
Und dann ging es auch schon los: Im Einführungsseminar bei Brigitta Schmidt-Lauber erarbeiteten wir uns die grundlegenden Arbeitstechniken, in der Einführungsvorlesung bei Thomas Hengartner wurden wir mit den Namen von Volkskundlern sowie Buch- und Aufsatzempfehlungen geradezu bombardiert. Weiterhin konnte ich im Mittelseminar »Mensch und Tier« Einblicke in die Arbeit höherer Semester gewinnen.
Dass der Studiengang Volkskunde in den letzten Jahren immer mehr Zulauf erhalten hat, wurde deutlich, als im Einführungsseminar, das für ca. 30 Leute ausgelegt war, bis zu 70 Studenten und Studentinnen saßen manche sogar vor der Tür des Vorlesungsraums! Unter der daraus resultierenden Größe der Arbeitsgruppen litt leider manches Mal die Qualität der vorgetragenen Referate.
Trotzdem ist die Arbeitsatmosphäre im IfVk sehr angenehm und der gemeine Volkskundler/ die gemeine Volkskundlerin sind sehr nette und offene Zeitgenossen/ Zeitgenössinnen. Weiterhin zählte die Semesterab-schlussparty zu den gemütlichsten und besten Feiern, die es an der Uni gab.
So lautet zumindest mein Urteil nach Ende des ersten Semesters (das übrigens wahnwitzig schnell vorbeiging) als angehender Volkskundler.
Bis Ende der Semesterferien musste noch jede/r Teilnehmer/in am Einführungsseminar eine Sammelmappe anfertigen, in der unter Beweis gestellt werden musste, dass die erworbenen theoretischen Fähigkeiten auch schon einigermaßen in die Praxis umgesetzt werden können. Ich musste obendrein noch eine ziemlich großen Berg an Literatur nacharbeiten.
Aber ich habe mich darauf gefreut, dass es bald wieder losgeht und das ist, glaube ich, das beste Fazit, das man ziehen kann.
| Impressum | Letzte Änderung: 08 Mar 08 webmaster |