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Netzwerke, Institutionen und volksreligiöse Praxis von Iranern in Hamburg.
Vergleichende Untersuchungen zu Studien in London und Los Angeles.
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Seit dem 1. Oktober 2001 läuft am Institut für Volkskunde der Universität Hamburg ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für zwei Jahre gefördertes Projekt mit dem Titel: Netzwerke, Institutionen und volksreligiöse Praxis von Iranern in Hamburg. Vergleichende Untersuchungen zu Studien in London und Los Angeles.
Das Projekt steht unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Hengartner. Mit der Durchführung der Forschungen wurde Karin Hesse-Lehmann, Dr. phil. im Fach Volkskunde, beauftragt. K. Hesse-Lehmann hat in den Jahren 1966-1977 in Iran/Teheran gelebt. Studentische Mitarbeiterin ist Indre Andrea Monjezi-Brown. Sie kennt den heutigen Iran durch Besuche in verschiedenen Städten und Landesteilen.
Kontakt:
Dr. Karin Hesse-Lehmann
Universität Hamburg Institut für Volkskunde
Bogenallee 11
20144 Hamburg
Tel. 0 40 - 4 28 38-59 49
Fax 0 40 - 4 28 38-63 46
Privat 0 40 - 480 43 62
Email: Karin.Hesse-Lehmann@uni-hamburg.deZum Projekt
Die iranische Minderheit hat in der als deutsche "Iranerstadt" geltenden Hansestadt Hamburg, wie in anderen Metropolen in Europa und den USA, ein vielgestaltiges, auch international wirkendes Beziehungssystem sozialer Kontakte und Institutionen geschaffen. Neben den kulturell orientierten Einrichtungen (z. B. Kulturhaus Pars e. V. - Leitung: Prof. Dr. Cyrus Djavid) besuchen K. Hesse-Lehmann und I. A. Monjezi-Brown regelmäßig das Islamische Zentrum an der Außenalster (Imam Ali Moschee), den M.T.O. Shahmaghsoudi (Schule des islamischen Sufismus in Hamburg Eidelstedt), haben Kontakte zur Baha'i-Gemeinde und zur Persischsprechenden Christengemeinde e. V. in Hamburg aufgenommen. Intensive Beobachtungen gelten den volksreligiösen Veranstaltungen iranischer Frauen, sog. "Gelübde-Essen" (sofreh).
Das Projekt fragt auf der empirischen Basis teilnehmender Beobachtung und systematischer Befragung nach den sozialen und kulturellen Funktionen dieses Netzwerks religiöser, ökonomischer, kultureller Interessengruppen und informeller, familiärer und volksreligiöser Geselligkeit. Es geht dabei um die Funktionen dieser Anlässe für die Iraner selbst sowie im interkulturellen Kontakt mit der übergreifenden deutschen Kultur und Gesellschaft. Auf dieser Grundlage soll ein Vergleich der Iraner-Netzwerke in Hamburg mit denen in London und Los Angeles gezogen werden. In beiden Städten bestehen vergleichbare Beziehungssysteme innerhalb dieser auffallend gut in die westlichen Kulturen integrierten Minoritäten. Der sozialpolitische Wert des Projekts im Kontext einer Europäischen Ethnologie liegt darin, dass es wichtige Informationen über diesen schiitischen Teil einer dauerhaft in Westeuropa lebenden islamischen Bevölkerung beitragen kann; immerhin der zweitgrößten Religionsgemeinschaft nach den christlichen Konfessionen.
Publikationen
| Impressum | Letzte Änderung: 08 Mar 08 webmaster |