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Sabine Kienitz
Prof. Dr. Sabine Kienitz
Universität Hamburg
Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie
Edmund-Siemers-Allee 1 (West), Raum 214
D-20146 HamburgFon +49 (0)40 42838 7053
Fax +49 (0)40 42838 6346
eMail sabine.kienitzuni-hamburg.de
Sprechstundenregelung für die vorlesungsfreie Zeit:
Mittwoch, 08.02.12 10-12 Uhr
Mittwoch, 15.02.12 13-14 Uhr
Freitag, 09.03.12 10-11 UhrBitte melden Sie sich per e-Mail für die Sprechstunde an:
Sabine.kienitz@uni-hamburg.de
Vita
Jahrgang 1958, 1978-1981 Ausbildung und Berufstätigkeit als Lokalredakteurin der "Allgäuer Zeitung", 1981-1989 Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Neueren Deutschen Literatur in Tübingen. Promotion 1994 mit einer mentalitätsgeschichtlichen Studie zum Umgang mit Sexualität, Prostitution und Geschlechterbeziehungen im frühen 19. Jahrhundert in Württemberg, die 1995 mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Historische Anthropologie der Deutschen Forschungsgemeinschaft Bonn ausgezeichnet wurde. 1993-1997 Wissenschaftliche Angestellte am Ludwig-Uhland-Institut, 1997-1999 Habilitanden-Stipendium der DFG, 1999-2001 Mitarbeiterin des Tübinger Sonderforschungsbereichs 437 "Kriegserfahrungen - Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit". Habilitation 2003 mit einer Arbeit über die Geschichte und Symbolik der deutschen Kriegsversehrten des Ersten Weltkriegs. Ab Januar 2005 Mitarbeiterin des SFB 437 mit einer Studie zu den französischen Besatzungsjahren der Pfalz 1918 bis 1930. 2006-2008 Vertretungsprofessorin am Institut für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen.
Seit April 2009 Professorin am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie an der Universität Hamburg.
Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte
Geschlechtergeschichte 19./20. Jahrhundert
Geschichte sozialer Bewegungen
Historische Kriminalitätsforschung
Sexualitäts- und Körpergeschichte
Publikationen
Bücher
Beschädigte Helden. Kriegsinvalidität und Körperbilder 1914-1923. Paderborn 2008.
Sexualität, Macht und Moral. Prostitution und Geschlechterbeziehungen Anfang des 19. Jahrhunderts in Württemberg. Ein Beitrag zur Mentalitätsgeschichte. Berlin 1995.
Unterwegs – Frauen zwischen Not und Normen. Lebensweise und Mentalität vagierender Frauen um 1800 in Württemberg. Tübingen 1989, 2. Aufl. 1994.
Aufsätze
- Besatzungserfahrungen und die kulturelle Konstruktion nationaler Differenzen in der Pfalz, 1918-1930. Erscheint in: Nicolas Beaupré/ Benoît Majerus/ Bernhard Struck (Hg.): Besatzungserfahrungen in Europa (1914-1945). Essen 2009.
- Mal Freund, mal Feind. Deutsch-französische Beziehungen im linksrheinischen Besatzungsalltag nach 1918. Erscheint in: Reinhard Johler (Hg.): Zwischen Krieg und Frieden. Die Konstruktion des Feindes. Tübingen 2009, S. 223-248.
- „Eine Waffe in der Hand der Besatzungstruppen“. Französische Sprachenpolitik in der besetzten Pfalz, 1918-1926. In: Matthias Beer/ Dietrich Beyrau/Cornelia Rauh (Hg.): Deutschsein als Grenzerfahrung: Minderheitenpolitik in Europa zwischen 1914 und 1950. Essen 2009, S. 85-110.
- Körper-Beschädigungen. Kriegsinvalidität und Männlichkeitskonstruktionen in der Weimarer Republik. In: Reinhard Johler/Bernhard Tschofen (Hg.): Empirische Kulturwissenschaft. Eine Tübinger Enzyklopädie. Der Reader des Ludwig-Uhland-Instituts. Tübingen 2008, S. 437-454.
- L’occupation française et la construction culturelle des différences nationales dans le Palatinat de 1918 à 1930. In: Expériences d’occupation en Europe, 1914-1949 (= Histoire et Sociétés. Revue Européenne d’Histoire Sociale 17). Paris 2006, S. 32-43.
- Weihehindernisse. Kriegsversehrung und katholische Geistlichkeit im Ersten Weltkrieg. In: Gottfried Korff (Hg.): KriegsVolksKunde. Zur Erfahrungsbindung durch Symbolbildung. Tübingen 2005, S. 51-84.
- Der verwundete Körper als Emblem der Niederlage? Kriegsinvaliden in der Weimarer Republik. In: Horst Carl/Hans-Henning Kortüm/Dieter Langewiesche/Friedrich Lenger (Hg.): Kriegsniederlagen. Erfahrungen und Erinnerungen. Berlin 2004, S. 329-342.
- Kriegsinvaliden: Symbol der deutschen Niederlage? In: Damals. Magazin für Geschichte und Kultur 36 (2004), Heft 5, S. 44-46.
- Body Damage. War Disability and Constructions of Masculinity in Weimar Germany. In: Karen Hagemann/Stefanie Schüler-Springorum (Hg.): Home/ Front. The Military, War and Gender in 20th Century Germany. Oxford/ New York 2002, S. 181-203.
- Beschädigte Helden. Zur Politisierung des kriegsinvaliden Soldatenkörpers in der Weimarer Republik. In: Jost Dülffer/Gerd Krumeich (Hg.): Der verlorene Frieden. Politik und Kriegskultur nach 1918. Essen 2002, S. 199-214.
- Körper-Beschädigungen. Kriegsinvalidität und Männlichkeitskonstruktionen in der Weimarer Republik. In: Karen Hagemann/Stefanie Schüler-Springorum (Hg.): Heimat Front. Militär und Geschlechterverhältnisse im Zeitalter der Weltkriege. Frankfurt/M./New York 2002, S. 188-207.
- Der Krieg der Invaliden. Körperbilder und Männlichkeitskonstruktionen nach dem Ersten Weltkrieg. In: Karen Hagemann (Hg.): NachKriegsHelden. Soziale und kulturelle DeMobilmachung in deutschen Nachkriegszeiten (= Militärgeschichtliche Zeitschrift 60, 2001, Heft 2), S. 367-402.
- „Fleischgewordenes Elend“: Kriegsinvalidität und Körperbilder als Teil einer Erfahrungsgeschichte des Ersten Weltkrieges. In: Nikolaus Buschmann/Horst Carl (Hg.): Die Erfahrung des Krieges. Erfahrungsgeschichtliche Perspektiven von der Französischen Revolution bis zum Zweiten Weltkrieg. Paderborn 2001, S. 215-238.
- „Als Helden gefeiert – als Krüppel vergessen“. Kriegsinvaliden im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik. In: Dietrich Beyrau (Hg.): Der Krieg in nationalen und religiösen Deutungen der Neuzeit. Tübingen 2001, S. 217-237.
- Quelle place pour les héros mutilés? Les invalides de guerre entre intégration et exclusion. In: 14/18. Aujourdhui. Today. Heute. Revue annuelle d’histoire 4 (2001), S. 151-166.
- Die Kastrierten des Krieges. Körperbilder und Männlichkeitskonstruktionen im und nach dem Ersten Weltkrieg. In: Zeitschrift für Volkskunde 95 (1999), Heft 1, S. 63-82.
- Das Ende der Männlichkeit? Zur symbolischen Re-Maskulinisierung der Kriegskrüppel im Ersten Weltkrieg. In: Männlich. Weiblich. Zur Bedeutung der Kategorie Geschlecht in der Kultur. Tagungsband, 31. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, September 1997. Münster/New York 1999, S. 181-189.
- Weggehen ohne anzukommen. (Aus-)Wanderungserfahrungen von Frauen in mikrogeschichtlicher Perspektive. In: Mathias Beer/Dittmar Dahlmann (Hg.): Migration nach Ost- und Südosteuropa vom 18. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Ursachen Formen Verlauf Ergebnis. Stuttgart 1999, S. 121-135.
- Nur ein Opfer auf dem Altar des Vaterlandes? Frauen in der Revolution 1848/49. In: Schwäbische Heimat 2 (1998), S. 166-174.
- Akteure und Zuschauer: Frauen. In: Christof Dipper/Ulrich Speck (Hg.): 1848. Revolution in Deutschland. Frankfurt/M. 1998, S. 272-286.
- Frauen in der Revolution von 1848/49. Handlungsspielräume und Geschlechtersymbolik. In: Südwestdeutschland. Die Wiege der deutschen Demokratie. Beiträge des 12. Stuttgarter Symposions 1996, veranstaltet vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg. Tübingen 1997, S. 166-184.
- Die Straße – ein Ort der Moral? Die Karlsruher Bordellgasse und der öffentliche Diskurs über Prostitution im Kaiserreich. In: Hans-Jürgen Hohm (Hg.): Straße und Straßenkultur. Interdisziplinäre Beobachtungen eines öffentlichen Sozialraumes in der fortgeschrittenen Moderne. Konstanz 1997, S. 175-194.
- Leibhaftig/Körperlos. Neue feministische Ansätze für eine kulturwissenschaftliche Geschlechterforschung. Ein Kolloquium am Ludwig-Uhland-Institut, Tübingen. In: Beiträge zur Volkskunde in Baden-Württemberg, Bd. 7 (1997), S. 199-204.
- Er ließ nicht nach, bis ich ihm zu Willen stand. Zur Gewalt des Begehrens und der kulturellen Konstruktion von Geschlechterbeziehungen. In: Kuckuck. Notizen zu Alltagskultur und Volkskunde 11 (1996), Heft 1, S. 52-59.
- Geschäfte mit dem Körper. Sexualmoral und Überlebensstrategien von Frauen aus der Unterschicht Anfang des 19. Jahrhunderts in Württemberg. In: Historische Anthropologie 3 (1995), Heft 3, S. 433-459.
- Hausiererinnen: Einblicke in mobile Lebensformen Anfang des 19. Jahrhunderts. In: L'Homme. Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft 6 (1995), Heft 1, S. 6-22.
- Wie man zur Hexe gemacht wird. Zaubereiverdacht, dörfliche Sozialbeziehungen und alltägliche Stigmatisierungsprozesse. In: Begleitheft zum Theaterstück: Nacht oder Tag oder jetzt. Theater Lindenhof Melchingen 1995.
- Visionen und Re-Visionen: Wohin führt der Blick zurück? Replik auf die Überlegungen zur volkskundlichen Frauenforschung von Anne Blohm und Sabine Gieske. In: Zeitschrift für Volkskunde 91 (1995), Heft 1, S. 83f (zusammen mit Ute Bechdolf)
- Sperrbezirk – Off limits. In: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 1988-1993. Karlsruhe 1994, S. 270-272.
- Vom Umgang mit Sexualität. Überlebensstrategien und Handlungsspielräume von Unterschicht-Frauen Anfang des 19. Jahrhunderts in Württemberg. In: Susanne Jenisch (Hg.): Standpunkte. Ergebnisse und Perspektiven der Frauengeschichtsforschung in Baden-Württemberg. Tübingen 1993, S. 90-101.
- Frauen auf der Straße – Interpretationen zum Leben von Bettlerinnen und Vagantinnen. In: Bettina Heinrich, Christel Köhle-Hezinger, Gaby Mentges u.a. (Hg.): Gestaltungsspielräume. Frauen in Museum und Kulturforschung. Tübingen 1992, S. 265-275.
- Frauen zwischen Not und Normen. Zur Lebensweise vagierender Frauen um 1800 in Württemberg. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 2 (1991), Heft 2, S. 34-58.
- Von der Gassenhurerei zur Bordellgasse. Zur Geschichte der Prostitution und öffentlichen Gesundheitsvorsorge gegen Geschlechtskrankheiten in Karlsruhe vom Ende des 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Stuttgart 1990. (Unveröffentlichtes Manuskript, stadtgeschichtliches Projekt Karlsruhe)
- Aecht deutsche Weiblichkeit. Mode und Konsum als bürgerliche Frauenpolitik 1848. In: Carola Lipp (Hg.): Schimpfende Weiber und patriotische Jungfrauen. Frauen im Vormärz und in der Revolution 1848/49. Bühl/Moos 1986, S. 310-338.
- Da war die Weibsperson nun eine der Ärgsten mit Schreien und Lärmen. Der Stuttgarter Brotkrawall 1847. In: Carola Lipp (Hg.): Schimpfende Weiber und patriotische Jungfrauen. Frauen im Vormärz und in der Revolution 1848/49. Bühl/Moos 1986, S. 76-87.
- Frauen bei Brotkrawallen, Straßentumulten und Katzenmusiken. Zum politischen Verhalten von Frauen 1847 und in der Revolution 1848/49. In: Peter Assion (Hg.): Transformationen der Arbeiterkultur. Marburg 1986 (zusammen mit Carola Lipp und Beate Binder), S. 49-63.
- Frauen und Revolution. Zu weiblichen Formen politischen Verhaltens in der Revolution 1848 und den Schwierigkeiten im Umgang mit einem komplexen Thema. In: Die ungeschriebene Geschichte. Dokumentation des 5. Historikerinnentreffens in Wien 1984. Wien 1985 (Gruppenveröffentlichung mit Carola Lipp et al.), S. 375-391.
- Zwischen Straßentumult und Festakt - Württembergische Frauen in der Revolution 1848. In: Tübinger Korrespondenzblatt 26 (1984). Veröffentlichung zur 1. Tagung Frauen in der Volkskunde der Kommission Frauenforschung in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde vom 2.-4.11.1984 in Tübingen (zusammen mit Sabine Rumpel-Nienstedt).
Redaktionelle Mitarbeit
Redaktion des Bandes KriegsVolksKunde, hg. von Gottfried Korff, Tübingen 2005.
Leibhaftig – Körperlos. Kulturwissenschaftliche Ansätze zur Geschlechterforschung. Dokumentation der Tagung am Ludwig-Uhland-Institut 24./25. November 1995. (=Korrespondenzblatt des Ludwig-Uhland-Instituts 47, September 1996).
Schimpfende Weiber und patriotische Jungfrauen. Frauen im Vormärz und in der Revolution 1848/49. Herausgegeben von Carola Lipp. Bühl/Moos 1986.
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