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Master of Arts (MA) Volkskunde/Kulturanthropologie
Mit dem Wintersemester 2010/11 startete am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie ein Master of Arts Volkskunde/Kulturanthropologie.
Hier finden Sie die aktuelle Studienordnung.
Volkskunde/Kulturanthropologie in Hamburg
Als eine empirisch arbeitende Kulturwissenschaft ist die Volkskunde/Kulturanthropologie auf die Analyse alltagskultureller Phänomene und Praktiken in ihren historischen und sozialen Dimensionen ausgerichtet. Sie zielt darauf, gegenwärtige Gesellschaften in ihrer historischen Gewordenheit zu analysieren und lenkt dabei ihren Blick auf kulturelle Prozesse und alltägliche Lebensvollzüge.
Im Zentrum steht somit der Begriff der Kultur, verstanden als die stetige Aushandlung derjenigen Regelwerke, Wissens- und Ordnungssysteme, Diskurse und Sinnstiftungsprozesse, die den Umgang von Individuen und sozialen Gruppen miteinander organisieren. Gefragt wird nach der kulturellen Logik von individuellen und kollektiven Vorstellungen und Deutungen, Alltagspraktiken und Lebensentwürfen. Die Analyse des Alltags soll dabei insbesondere zum Verständnis sozialer und kultureller Differenzierungen, Hierarchisierungen und Machtverhältnisse im Kontext übergreifender globaler und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse beitragen.Der Masterstudiengang
Der Masterstudiengang Volkskunde/Kulturanthropologie an der Universität Hamburg ist ein forschungsorientierter Studiengang, der die Studierenden mit aktuellen Forschungsfeldern und -diskussionen des Faches vertraut macht und zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten anleitet.Studierende erwerben qualifizierte Kompetenzen
- in der synchronen und diachronen Kulturanalyse
- im Umgang mit Methoden der qualitativen empirischen Kulturforschung
- in der Umsetzung kulturtheoretischer Konzepte für eine Alltagsethno-graphie
- für folgende Berufsfelder: Ausstellungs-, Medien- und Museumsbereich sowie ErwachsenenbildungDie unterschiedlichen Themenfelder des Studiengangs erlauben sowohl eine breite Fundierung als auch die vertiefende Beschäftigung mit volkskundlich/ kulturanthropologischem Arbeiten. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit und Erprobung von ethnographischen und quellengestützten Beschreibungen, die aus akteurszentrierter Perspektive der gegenwartsorientierten, historisch argumentierenden bzw. vergleichenden Analyse kultureller Phänomene und Prozesse dienen.
Dem Prinzip des forschenden Lernens folgend, ist das Masterstudium über das Profil des zweisemestrigen Forschungsseminars in aktuell laufende Forschungsprojekte des Instituts eingebunden und bietet die Möglichkeit, Erfahrungen bei Kooperationspartnern im In- und Ausland zu sammeln. Zudem haben Studierende die Möglichkeit, zwischen zwei thematischen Schwerpunkten zu wählen.
Thematischer Schwerpunkt Stadt und Urbanität
Stadt und Urbanität gehören zu den zentralen Forschungsfeldern der Volkskunde/Kulturanthropologie. Historische und gegenwärtige städtische Lebensrealitäten und Alltagskulturen, die sich zum Beispiel in Symbolen und Praktiken zeigen, bilden einen wichtigen Ansatzpunkt der Analyse. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Entstehungs- und Wandlungsprozesse sowie die vielfältigen Formen sozialer Differenzierung und Hierarchisierung.
Auch die Stadt selbst und die Spezifik des Urbanen werden zum Gegenstand. Städte werden als symbolische Landschaften betrachtet, in denen sich soziale, kulturelle und gesellschaftliche Vorstellungen und Wertmuster verräumlichen. Schließlich können symbolische Kodierungen, diskursive Formationen und kulturelle Ordnungssysteme von Stadt und Urbanität daraufhin befragt werden, wie sie das Städtische hervorbringen und strukturieren.Thematischer Schwerpunkt Technizität und Medialität
Technik und Medien sind feste Bestandteile des modernen Alltags, seiner Wissens-, Handlungs-, Ordnungs- und Orientierungshorizonte. Als Forschungsgegenstand interessieren aus kulturanalytischer Perspektive dabei Fragen gerade auch in historischer Perspektive nach den kulturellen Grundlegungen technischer und medialer Entwicklungen sowie nach den jeweils kontext- und interessengebundenen (Um-)Nutzungsstrategien der Akteur_innen in geschlechterspezifischer Perspektive.
Im Zentrum der Analyse stehen Aspekte wie die Bedeutung von Technik und Medien für alltägliches Handeln, deren Einfluss auf Wahrnehmungsweisen und Vorstellungshorizonte sowie auf die Verhandlung von Werten und Normen, Deutungen und Zuschreibungen. Besondere Schwerpunkte liegen auf der Erfahrungsdimension und damit auf den alltäglichen Prozessen und Formen der Technisierung und Medialisierung von Lebens- und Alltagswelten.Informationen zu Bewerbung und Zulassungsvoraussetzungen zum Masterstudiengang Volkskunde/Kulturanthropologie finden Sie hier und auf der Seite des Fachbereichs Kulturgeschichte und Kulturkunde.
| Impressum | Letzte Änderung: 14 Jul 11 webmaster |