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Mittelseminar: Lektürekurs für das Grundstudium. Ritualtheorien in der kulturwissenschaftlichen Diskussion

Gerrit Herlyn
Institut für Volkskunde, Raum 015
2-stündig, Freitag 10-12 h

Ritualtheorien sind in den Ethnowissenschaften zentrale Näherungsmöglichkeiten, um soziales Handeln in seinen symbolischen und kollektiven Dimensionen zu deuten und zu verstehen. Dabei gibt es eine lange Traditionslinie theoretischer Auseinandersetzungen, die verbunden etwa mit den einflussreichen Arbeiten von Arnold van Gennep ("Les Rites de Passage", 1909) und Victor Turner ("Das Ritual. Struktur und Anti-Struktur, 1969)" zu unterschiedlichen Deutungsfiguren anregten. Fragen nach der Transformationen und dem Fortbestand ritueller Ordnungen in der säkularisierten Moderne, der Funktion von Ritualen in sozialen Übergangssituationen, Fragen nach dem Verhältnis von individuellem und kollektiven Handeln sowie nach der symbolischen Dimension ritueller Handlungen sind dabei - je nach Kontext und Hintergrund - in einem breiten Themenspektrum unterschiedlich beantwortet worden.

Zielsetzung des Seminars ist, den selbständigen Umgang mit wissenschaftlichen Texten zu erlernen. Das Seminar richtet sich dabei an Studierende im ersten Studienabschnitt. Mit einem am gegenwärtigen Forschungs- und Diskussionsstand orientierten Blick werden sowohl klassische Texte als auch aktuellere volkskundliche Arbeiten diskutiert.

Literatur:

  Impressum Letzte Änderung: 08 Mar 08 webmaster Seitenanfang