(vokus.
volkskundlich-kulturwissenschaftliche schriften. heft 1, 1/2002. herausgeber:
hamburger gesellschaft für volkskunde c/o institut für volkskunde)
Talk-About
Nachdem die offizielle Verleihung des Leibniz-Preises
an Thomas Hengartner am 6. März 2002 in Berlin stattgefunden hatte,
lud das Institut für Volkskunde am 5. Juni zu einer akademischen Feier
ins Warburg-Haus ein. Nach einer Begrüßung durch Albrecht Lehmann,
sprachen der Prodekan des Fachbereich Kulturgeschichte und Kulturkunde Bruno
Reudenbach, die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde,
Silke Göttsch und Brigitta Schmidt-Lauber Grußworte. Anschließend
hielt Ueli Gyr (Zürich) einen Festvortrag, in dem alpenländische
Symbolik und moderne Stadtforschung versöhnt wurden: »Neue Kühe
braucht das Land. Stadtsichten im Alpentrend.«
Ebenfalls beglückwünschen durften wir Klaus Schriewer,
der am 17. Juni 2002 seine Habilitation mit einem Vortrag zum Thema »Naturschutz,
Jagd, Wandern. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte von Naturaneignung und Naturbewusstsein«
erfolgreich abgeschlossen hat.
Zu Beginn des Sommersemesters 2002 wurde am Institut für Volkskunde
erstmals ein Mentorenprogramm eingerichtet. Studienanfängern mit
Volkskunde als Hauptfach steht damit für die Zeit des Grundstudiums,
d.h. 1.-4. Fachsemester, ein/e Mentor/in mit Rat und Tat zur Seite und so
den Einstieg in Fach und den Bezug zum Institut erleichtern soll.
Ein solches Betreuungsprogramm wurde dringend notwendig als das Proseminar
zu Beginn des Semesters mit 70 Teilnehmern gnadenlos überfüllt und
damit nicht nur die räumlichen Kapazitäten ausgereizt waren. Lehren
und Lernen unter diesen, für die kleine Volkskunde doch extremen Bedingungen
erschwert insbesondere den Erstsemestern den Zugang zum Fach.
Unter der Koordination von Brigitta Schmidt-Lauber startet das Programm dieses
Semester mit Katrin Dardemann, Janina Kriszio,
Gesine Meyer, Christine Richter und Lydia Struck als Mentorinnen.
Jedem Studienstarter steht damit eine Studierende älteren Semesters zur
Seite, individuelle Fragen; Probleme zu Hausarbeiten, Referaten, Studiumsorganisation
und spezielle Institutsgepflogenheiten u.ä. können in persönlichem
Austausch geklärt werden.
Räumliche Veränderungen hat es ebenfalls gegeben: Nachdem das Institut
für indonesische und Südseesprachen zum Sommersemester in den neuen
Flügelbau gezogen ist, kann jetzt das gesamte zweite Stockwerk benutzt
werden. Neben neuen Büros ist so auch die notwendige Bibliothekserweiterung
möglich und ein neuer Seminarraum steht ebenfalls zur Verfügung
Die Fachschaft bietet seit dem Sommersemester 14-tägig einen Volkskunde-Stammtisch
an. Immer Dienstag abend ab 18:30 Uhr im ROXY in der Rentzelstraße sind
alle Interessierten herzlich eingeladen, zu tratschen, klatschen, klönen
und sich sonst zu amüsieren.