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Dr. Nils Zurawski


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Dr. Nils Zurawski
Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie
Universität Hamburg
ESA 1 (Flügelbau West), 2. Stock rechts, R. 210
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg
Tel.: 040 42838 7421 email: nils.zurawski@uni-hamburg.de


Wissenschaftlicher Lebenslauf

Kurzbiographie

*1968, Studium der Soziologie, Ethnologie, Geographie in Münster. Promotion 1999 (“Virtuelle Ethnizität. Studien zu Identität, Kultur und Internet", Peter Lang 2000). 2000–2001 DAAD Postdoc in Nordirland zu “Gewalt und Identität" in Nordirland. 2003–2006 Projektleiter des DFG-Projektes "Kultur, Kontrolle, Weltbild" (Videoüberwachung und räumliche Wahrnehmung) am Insititut für kriminologische Sozialforschung, Uni Hamburg. 2001–2003 und seit 2006 freier Mitarbeiter bei NDR Online


Interessen- und Kompetenzschwerpunkte

Arbeitsschwerpunkte 

- Ethnizität/Identität 
- Surveillance studies, soziale Kontrolle 
- Internet/Informations- und Kommunikationstechnologien 
- Ethnosoziologie 
- Gewalt und Konfliktforschung 
- qualitative Sozialforschung 
- Popularkultur/cultural studies, spez. Film 
- Stadt und Raum 
- cognitive mapping 
- Nordirland


Forschungsprojekte

Konsum(Kontroll-)Technologien 


Die Studie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Konsum als sozialer Praxis und den weit reichenden (technischen) Systemen von Kundenkontrolle und Überwachung am Beispiel von so genannten Kundenkarten. Dabei sollen die historischen und kulturellen Bedingungen für die Akzeptanz von elektronischen und digitalen Kundenkarten erforscht werden, die, wie wir annehmen, auf vorhandene Praxen von Kundenbindung durch Rabattsysteme und Marketing aufbauen. Kunden sind dabei nicht die Objekte von Techniknutzung, sondern formen diese Technik durch die sozialen Praktiken des Konsums, des Einkaufens. Dadurch werden sie auch zu aktiven Gestaltern der Bedeutungen von Kundenkarten und der hinter ihnen stehenden Systeme der Kundenkontrolle (z.B. für Marketing). 


Die Studie will untersuchen wie 

a.) Konsumenten sich die Technik "Kundenkarte" aneignet, 

b.) welche Diskurse von Seiten der Unternehmen in Bezug auf Technik und Konsum bestehen, 

c.) welche Bedeutungen dieser Technik von Seiten der Konsumenten zugeschrieben werden und 

d.) wie sich soziale Praktiken des Konsums im Umgang mit den Kundenkarten verändern bzw. erst herausbilden. 


Hintergrund der Forschung ist die zunehmende Verschränkung von Techniken der Kontrolle und Überwachung, zu denen auch die Kundenkarten gezählt werden können, mit Praktiken des Konsums, In diesem Zusammenhang ist interessant zu überprüfen, ob diese Diskurse einen Einfluss auf die Konsumpraktiken hinsichtlich der Verwendung von Kundenkarten und anderen Techniken haben.


Publikationen

Bücher

„Sicherheitsdiskurse. Angst, Kontrolle und Sicherheit in einer ‚gefährlichen‘ Welt“. (Herausgeber) Frankfurt/M 2007 (Peter Lang Verlag). 


„Surveillance Studies. Perspektiven eines Forschungsfeldes“. (Herausgeber), 2007 Opladen, (Verlag Barbara Budrich).


Ausätze (die letzen 5): 


„Video Surveillance and everyday life. Assessments of CCTV and the cartography of socio-spatial imaginations.“ In. International Criminal Justice Review, Volume 17 (4) (December 2007), S. 269-288.


„Plattdeutsch digital - Formen der Sprach- und Identitätskonstruktion im Internet.“ In: Schriftenreihe des Instituts für Niederdeutsche Sprache (Dokumentationen), Sonderheft zum 100jährigen Jubiläum des Quickborn „Vereinigung für Niederdeutsche Sprache“, 2007. 


„Unsere Sicherheit auf wessen Kosten? Vom Verschwinden öffentlicher Räume und die Diskriminierung von sozialen Gruppen.“ In: zivil. Zeitschrift für Frieden und Gewaltfreiheit. 2007, S. 26/27.


„Knowledge and Meaning - Views on Safety, Crime and CCTV. Discussing Results from a Survey.“ In: Surveillance & Society, vol. 5 (1), 2008, S. 51-72 (zusammen mit Stefan Czerwinski.).


„Sicherheit als Angebot. Zur Akzeptanz von Überwachunsmaßnahmen“. In: Forum Wissenschaft, 1/2008., S: 11-13. 


Vorträge



Weitere Aktivitäten

keine Angabe

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