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Ove Sutter
Kontakt
Ove Sutter Institut für Europäische Ethnologie
Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät
Universität Wien
Hanuschgasse 3
A-1010 Wien Tel.: Tel.: +43-1-4277-440 09 email: ove.sutter@univie.ac.at
Wissenschaftlicher Lebenslauf
keine Angabe
Interessen- und Kompetenzschwerpunkte
keine Angabe
Forschungsprojekte
Erscheinungen des Technischen im Sprechen über prekäre Arbeitsverhältnisse
Der Arbeitstitel meines im Oktober 2007 begonnenen Dissertationsprojekts lautet “Selbstdarstellungen im Sprechen über prekäre Arbeitsverhältnisse“.
Die Relevanz des Themas entsteht durch gegenwärtig anhaltende Veränderungsprozesse der Erwerbsarbeit, die sich durch eine zunehmende Prekarisierung und gleichzeitige Flexibilisierung sowie Subjektivierung von Arbeitsverhältnissen auszeichnen (Schönberger 2007).
Nicht wenige Veränderungen der Arbeitswelt wurden und werden in bedeutendem Maße durch technische Innovationen vor allem in den Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglicht, strukturiert und vorangetrieben. Aus diesem Grund bildet die technikkulturelle Perspektive einen wichtigen Teilbereich des Forschungsprojekts. Dabei wird dem Grundgedanken des Konzepts Kulturwissenschaftlicher Technikforschung gefolgt, dass „Technisches allgegenwärtiger Bestandteil unserer Wissens-, Handlungs- und Orientierungssysteme geworden“ und somit von einer „Kultürlichkeit der Technik“ (Hengartner 2004) auszugehen ist.
Angesichts dessen stellt sich mit Blick auf prekäre Arbeitsverhältnisse für eine biographisch ausgerichtete volkskundlich-kulturwissenschaftliche Technikforschung die Frage, wie sich der alltägliche Umgang mit Kommunikations- und Informationstechnologie in die Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung prekär Erwerbstätiger einschreibt, wie sich also das Verhältnis von Selbst und Technik im Zusammenhang prekärer Arbeitsverhältnisse gestaltet.
Auch muss untersucht werden, welche neuen mündlichen Darstellungsformen, wie z.B. spezifische narrative Ordnungsmuster oder rhetorische Figuren im Sprechen über sich selbst angesichts sich weiter verändernder Erwerbsarbeitsbedingungen ausgebildet werden (Herlyn 2007). Im Anschluss daran wird auch gefragt, in welchem Maße mittlerweile sprachliche Selbstentwürfe technisch durchdrungen sind (Oldörp 2007).
Die empirische Basis der Forschung bilden qualitative Interviews mit prekär Beschäftigten unterschiedlicher Erwerbsarbeitsfelder unter vergleichender Berücksichtigung des im Rahmen des Hamburger Forschungsprojekts „Technik als biographische Erfahrung“ erhobenen Materials aus Interviews mit Beschäftigten des Dienstleistungssektors.
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, einen empirischen Beitrag zur Darstellung prekär Erwerbstätiger im medialen wie sozial- und kulturwissenschaftlichen Diskurs zu leisten.
Darüber hinaus soll das kritisch-reflexive Wissen über die methodischen und sprachlichen Bedingungen der empirischen Grundlagen kultur- und sozialwissenschaftlicher Erforschung von prekären Arbeitsverhältnissen erweitert werden.
Publikationen
keine Angabe
Vorträge
keine Angabe
Weitere Aktivitäten
keine Angabe
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