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Anke Rees
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Anke Rees
DFG-Graduiertenkolleg "Kunst und Technik"
Technische Universität Hamburg-Harburg
c/o Institut für Volkskunde (Raum 219)
Universität Hamburg
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg
Tel.: (040) 42878-6515 email: anke.rees@tu-harburg.de
Wissenschaftlicher Lebenslauf
seit August 2011: Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg "Kunst und Technik", Technische Universität Hamburg-Harburg
seit 2010: Doktorandin bei Prof. Dr. Thomas Hengartner, Institut für Volkskunde/ Kulturanthropologie, Universität Hamburg/Institut für Populäre Kulturen, Universität Zürich; Zweitbetreuer: Prof. Dr. Franklin Kopitzsch, Historisches Seminar, Schwerpunkt Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Universität Hamburg
Mai 2009 - Februar 2011: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang "Kultur der Metropole", HafenCity Universität Hamburg
April 2009: Magistra Artium | Thema: "Widerspenstige Gebäude. Eine Untersuchung am Beispiel der Schiller-Oper in Hamburg"
seit April 2004: Associate und Mitglied im Forschungskolleg "Kulturwissenschaftliche
Technikforschung", Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie, Universität Hamburg
1996 bis 2008: Studium der Volkskunde/Kulturanthropologie sowie der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Universität Hamburg
Interessen- und Kompetenzschwerpunkte
- Kulturwissenschaftliche Technikforschung
- Kulturgeschichte der Metropolen im 19. und 20. Jahrhundert
(speziell Hamburgs Geschichte nach 1848)
- Stadtanthropologie
- Sachkulturforschung
Forschungsprojekte
Widerspenstige Gebäude (Dissertation)
Es gibt Gebäude, die sind anders als andere. Die Zeit hat sie in
Kontexte versetzt, in die sie nicht (mehr) zu passen scheinen und aus
denen heraus sich keine Nutzung aufdrängt. Solche Gebäude sind Symbol
von Vergangenem, bieten Orientierung im öffentlichen Raum und sind
manchmal zu Metaphern fehlgeleiteter Stadt(teil)planung geworden. Einige
dieser modernen Ruinen lassen sich nicht einfach umnutzen, umbauen oder
abreißen – solche Gebäude sind widerspenstig.
Was macht die Widerspenstigkeit moderner Ruinen aus? Der Frage widmet
sich diese interdisziplinär angelegte Forschungsarbeit am Beispiel der
so genannten Schiller-Oper in Hamburg, einem Stahlskelettbau aus dem
Fin-de-Siècle. Sie ist das letzte erhaltene Zirkusgebäude aus jener Zeit
in Deutschland, das in dieser Art errichtet wurde, und damit ein
seltenes Zeugnis der Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts. Sie ist
außerdem ein Denkmal für die Unterhaltungskultur der Hansestadt um die
vorvorige Jahrhundertwende. Trotz immer wieder aufkommenden
Abrissdiskussionen, einer langen Umnutzungs- und Leerstandsgeschichte
steht das Gebäude heute im Prinzip da wie bei seinem Bau vor über 120
Jahren. Wie ist das möglich geworden, noch dazu in so prominenter Lage
in der Innenstadt?
Im Sinne der Akteur-Netzwerk-Theorie und unter Hinzunahme von
Atmosphärenkonzepten sollen archivalische Quellen und Zeitzeugenberichte
über die Schiller-Oper daraufhin analysiert werden, welche
Konstellationen ihr Überleben gesichert haben. Zugrunde gelegt wird
dabei die These, dass Materialitäten, Verbündete und Atmosphären im
Zusammenspiel Architekturen stabilisieren können und so ihr Überdauern
ermöglichen. Die Arbeit fragt danach, welche handlungsermöglichenden und
-begrenzenden Impulse und Bedingungen von Akteuren ausgehen oder durch
sie geschaffen werden. Und letztlich: Wie können Architekturen bzw. wie
kann der dynamische Prozess 'Stadt’ begriffen und operationalisiert
werden?
Publikationen
Die Schiller-Oper (1889-1933). Ein vergessenes Zeugnis der Hamburger Unterhaltungskultur und der deutschen Zirkusarchitektur des 19. Jahrhunderts. In: Hempel, Dirk (Hg.): Andocken. Hamburgs Kulturgeschichte 1848-1933. Beiträge zur hamburgischen Geschichte, Bd. 4. Hamburg (erscheint im Winter 2011)
Widerspenstige Gebäude. Eine Untersuchung von Materialität, Kontroversen und Atmosphären. In: Conradi, Tobias/Derwanz, Heike/Muhle, Florian (Hg.): Strukturentstehung durch Verflechtung. Akteur-Netzwerk-Theorie(n) und Automatismen. Paderborn 2011 (erscheint im November).
Widerspenstige Gebäude. Das Beispiel der Schiller-Oper in Hamburg. In:
Hengartner, Thomas (Hg.): Kulturwissenschaftliche Technikforschung. Eine
Bestandsaufnahme. Schriftenreihe des Forschungskollegs. Bd. 3. Zürich 2010
(im Vorbereitung)
Nicht menschliches Technik-Handeln. In:
Hengartner (Hg.): Kulturwissenschaftliche Technikforschung. Bd. 3.
Zürich 2010 (in Vorbereitung)
Die Schiller-Oper. Der letzte Zirkusbau des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Beiträge zur Sozial- und Kulturgeschichte St. Paulis, Nr. 5. Unter Mitarbeit von Gunhild Ohl-Hinz. Herausgegeben von St. Pauli e.V., Stadtteilarchiv und Geschichtswerkstatt. Hamburg 2010.
Tutorium Wintersemester 2003/04 oder: Was machen die Erstsemester auf der Autobahnraststätte? In: VOKUS. Volkskundlich-kulturwissenschaftliche Schriften. Heft 2, 13/2003, S. 87-91.
Aufsätze zu den Bereichen der Dauerausstellung des Museums für
Kommunikation in Bern/Schweiz für den Internetauftritt des MfK, 1999.
(www.mfk.ch; Stand vom November 1999).
Alma lernt laufen. Sie können sehen, fühlen, denken - die Roboter aus dem verrücktesten
Versuchslabor Europas. Eine Expedition ins Reich von morgen. In: Online
Today, Oktober 1999, S. 64-68. (publ. unter dem Namen Meyer-Hartmann).
Vernetzt, verliebt, verheiratet. Von realen und fiktiven digitalen Liebesbeziehungen. In: Museum für Kommunikation (Hg.): Die Liebesdiener. Mittler auf den Baustellen Amors. Bern/Schweiz 1998, S. 103-113. (publ. unter dem Namen Meyer-Hartmann).
Eindrücke: Februar 1990 bis November 1991. In: Telekom (Hg.) Ost 89, 90, 91. Momentaufnahmen aus den neuen Bundesländern. Katalog zur Ausstellung von acht Fotografen der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, Bereich Fotografie. Unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Deutschen Bundestages in Zusammenarbeit mit dem Postmuseum Berlin. Bonn 1992, S. 108-112. (publ. unter dem Namen Meyer-Hartmann).
Vorträge
Die Schiller-Oper (1889-1933). Ein vergessenes Zeugnis der Hamburger Unterhaltungskultur und der deutschen Zirkusarchitektur. Ringvorlesung: Andocken - Hamburg und seine Kulturen 1848-1933, Teil V. Allgemeines Vorlesungswesen, Universität Hamburg, 5. Mai 2011
Widerspenstige Gebäude. Ein Plädoyer für die Erweiterung der ANT um Materialitäts- und Atmosphärenkonzepte. Workshop zur Akteur-Netzwerk-Theorie: Strukturentstehung durch Verflechtung? Graduiertenkolleg Automatismen, Universität Paderborn, 28.-29. Mai 2010.
Weitere Aktivitäten
Lehrveranstaltungen
Wintersemester 2010/2011: Stadt kommunizieren - Einführung in die theoretischen und praktischen Grundlagen von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Beispiel eines aktuellen städtischen Phänomens (mit Annette Hillebrand, Akademie für Publizistik Hamburg). Blockseminar im Studiengang "Kultur der Metropole", HafenCity Universität Hamburg.
Sommersemester 2010: Wissenschaftliches Schreiben - eine Schreibwerkstatt.
Workshop im Studiengang "Kultur der Metropole", HafenCity Universtät Hamburg.
Sommersemester 2009: Städte denken - Städte planen - Städte bauen - Städte leben
(mit Prof. Dr. Thomas Hengartner). Methodenvertiefungsseminar am Institut für Volkskunde/Kuluranthropologie, Universität Hamburg.
Sommersemester 2004: Einführung in die Volkskunde am Beispiel Sicherheit. Tutorium inkl. Exkursion am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie, Universität Hamburg.
Wintersemester 2003/04: Einführung in die Volkskunde am Beispiel Mobilität. Tutorium inkl. Exkursion am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie, Universität Hamburg.
http://www.kultur.uni-hamburg.de/technikforschung/mitarbeiter/rees.html